BAURECHT

Garagentor schließt nicht bündig – Mangel!

OLG Düsseldorf, Beschluss vom 14.02.2014, Az.: 22 U 101/13

Der Eigentümer (E) eines Einfamilienhauses beauftragte ein Unternehmen (U), das sich als „Fachbetrieb für automatische Türanlagen“ bezeichnete, mit dem Einbau eines Garagentors. E hatte aus Kostengründen den Einbau der „Standardversion“ gewünscht. Nach Fertigstellung monierte er, dass das Garagentor nicht bündig schließt und Wasser eindringen könne. U verwies darauf, dass die Wände und der Fußboden schief seien und die „Standardversion“ unter diesen Umständen nicht passgenau habe eingebaut werden können. E erklärte den Rücktritt vom Vertrag. U klagte auf Zahlung des Werklohns.
Die Klage war nicht erfolgreich. E habe aufgrund erheblicher Mängel vom Vertrag zurücktreten dürfen. U könne sich nicht entlastend auf die bauseitigen Umstände berufen. Mitarbeiter des U hätten die Garage vor Auftragserteilung besichtigt. Dabei wäre für einen Fachmann ohne Weiteres zu erkennen gewesen, dass die fachgerechte Montage der „Standardversion“ nicht möglich ist. Hierauf hätte U den E hinweisen und ggf. die Hinzuziehung eines Planers anraten müssen. Dass die „Standardversion“ preisgünstig ist, entbinden U keinesfalls von der vertraglich geschuldeten Mangelfreiheit.

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