BAURECHT

Planung fehlerhaft – Haftet die ausführende Spezialfirma?

BGH, Beschluss vom 14.08.2014, Az.: VII ZR 141/13

Ein Bauherr (B) ließ von einem spezialisierten Bauunternehmer (BU) einen feuchten Keller in ein Büro umbauen. Dabei setzte der BU die Planung des von B beauftragten Architekten fehlerhaft um. Es kam zu erheblichen Feuchtigkeitsschäden. Später stellte sich heraus, dass die vom Architekten geplante Abdichtung ohnehin für die örtlichen Verhältnisse ungeeignet war. Der B klagte dennoch gegen den BU auf Schadensersatz.

Die Klage war dem Grunde nach erfolgreich. Die mangelhafte Planung des Architekten entlaste den BU nur teilweise. Er hätte kraft seiner Spezialkenntnisse die Untauglichkeit der geplanten Abdichtung erkennen und den B hierauf hinweisen müssen. Ob dem B von anderer Seite Bedenken angemeldet wurden, könne dahinstehen. Es sei anzunehmen, dass gerade der Hinweis einer Spezialfirma zur Überarbeitung der Planung Anlass gegeben hätte. Den Planungsfehler des Architekten müsse sich B allerdings als Mitverschulden zurechnen lassen. Insoweit und in Höhe der sog. Sowieso-Kosten sei der geltend gemachte Schadensersatzanspruch zu kürzen.

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