BAURECHT

Zur Funktionstauglichkeit einer Fußbodenheizung bei Holzfußböden

OLG Düsseldorf, Urteil vom 13.12.2013, Az.: 22 U 67/13

Ein privater Bauherr (B) beauftragte einen Sanitär- und Heizungsbauer (SH) mit der Installation einer Heizungsanlage samt Verlegung einer Fußbodenheizung. Nach Fertigstellung bemängelte B, dass in seinem Wintergarten nicht die thermische Behaglichkeit im Sinne der DIN 1946 gewährleistet sei. Wegen des Holzfußbodens könne die Heizleistung nicht vollständig ausgeschöpft werden. Als der SH eine Mängelbeseitigung ablehnte, klagte B auf Zahlung eines Vorschusses zur Mängelbeseitigung in Höhe von ca. 17.000 Euro.

Die Klage war nicht erfolgreich. SH habe im Sinne des § 633 Abs. 2 Nr. 2 BGB ein funktionstaugliches Werk hergestellt, das den Regeln der Technik entspreche. Dass die Fußbodenheizung im Wintergarten wegen einer möglichen Beschädigung des Holzfußbodens nicht mit Volllast betrieben werden könne, begründe keinen Mangel. Die DIN 1946 gelte nur für raumlufttechnische Anlagen. Die Leistung der Heizungsanlage entspreche auch ohne Volllastbetrieb dem spezifischen Wärmebedarf. In Ansehung der Mangelfreiheit der Werkleistung könne dem SH somit auch nicht vorgeworfen werden, er habe B nicht über die durch den Holzfußboden bedingte, hier aber unmaßgebliche Einschränkung hingewiesen und insoweit seine Sorgfaltpflicht verletzt.

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