ARCHITEKTENRECHT

Zu Mängeln bei der Planung von Sanitärobjekten

OLG Düsseldorf, Urteil vom 25.10.2012, Az.: 5 U 162/11

Ein Generalunternehmer (GU) war mit dem Neubau eines Hotels betraut. Für die technische Gebäudeausrüstung beauftragte er das Planungsbüro P. Nach Fertigstellung der von P geplanten Sanitärbereiche zeigten sich Feuchtigkeitsschäden im Sanitärbereich. Es stellte sich heraus, dass die Anschlüsse der Duschtassen zu den Wänden nicht ordnungsgemäß geplant worden waren. Der GU wurde auf Schadensersatz in Anspruch genommen. Mit seiner Klage wollte er bei P Regress nehmen.

Die Klage war teilweise erfolgreich. Der GU als Objektplaner und P als Fachplaner haften gesamtschuldnerisch, weil ihr Zusammenwirken für die Bauausführung notwendig sei. Die dem P obliegende TGA-Planung umfasse die Planung der Sanitärobjekte, wie Badewannen und Duschtassen. Die Planung sei insoweit mangelhaft, als zunächst die Duschkabine bis zum Estrich gefliest und anschließend die Duschtassen installiert werden sollte. Über die stehenden Fugen der vollständig bis zum Boden gefliesten Wand konnte somit Wasser eindringen und bis unter die im Nachhinein installierte Duschtasse vordringen. Die einfache Abdichtung der Duschtassen zur Wand mittels Silikon war folglich unzureichend.

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